Planung Online Shop Gedanken

Bild von Pexels auf Pixabay
Veröffentlichungsdatum: 05-11-2014 Autor: Tim Bischoff

Heute möchte ich meine Gedanken zur Planung eines Online-Shops kurz darlegen. Heutzutage spielen immer mehr Menschen mit dem Gedanken einen eigenen Online-Shop zu betreiben. Meine persönliche Erfahrung hat gezeigt, dass die wenigsten Menschen die mit diesem Gedanken spielen sich über die Grundlagen im klaren sind z.B. worauf es bei der Umsetzung ankommt.

Dazu habe ich ein wenig in meinen gesendeten E-Mails gekramt und habe meine praktischen Tipps für die Planung eines Online-Shops komprimiert. Daraus entstanden ist folgende Gliederung.

Gliederung

  1. Anforderungen an Online-Shop definieren
  2. Softwareauswahl: Open Source Software, Individualsoftware oder doch lieber eine Branchenlösung?
  3. Marketing: Woher kommen die Besucher?
  4. Geschäftsabläufe: Wer verschickt die Ware?
  5. Dynamisches Umfeld: Auf dem Laufenden bleiben

Anforderungen an Online-Shop definieren

Ein Online-Shop ist ein längerfristiges Projekt, daher planen Sie ausgiebig. Ihre Anforderungen an Ihren Online-Shop definieren Sie am besten in einem Lastenheft. Ein Lastenheft beschreibt die Punkte WAS Ihr Online-Shop später können sollte oder auf welche Punkte es Ihnen besonders ankommt, wie z.B. ein Alleinstellungsmerkmal was Sie von anderen Online-Shops unterscheidet. Dieses Alleinstellungsmerkmal kann z.B. sein, dass Kunden eigene Motive für Ihr späteres T-Shirt gestalten können.

Vorteile Lastenheft

  • Dient zur Angebotseinholung
  • Kann zur innerbetrieblichen Dokumentation genutzt werden
  • Anhand des Lastenheftes können Webagenturen gezielt ein Angebot in Form eines Pflichtenheftes abgeben z.B. WIE die Webagentur gedenkt Ihre Anforderungen umzusetzen

Beispiel: Fragen die ein Lastenheft beantworten sollte

  • Ziele: Welche Ziele sollen mit der Webseite erreicht werden?
  • Einsatzgebiet: Für welche Zielgruppen ist die Webseite vorgesehen?
  • Funktionen: Was sind die Hauptfunktionen der Webseite?
  • Daten: Welche Daten sollen in einer Datenbank hinterlegt werden?
  • Leistungen: Welcher Zeitrahmen ist für das Projekt vorgesehen?
  • Qualitätsanforderungen: Welche Priorität liegt auf den Merkmalen Zuverlässigkeit, Robustheit und Benutzer­freundlichkeit?
  • Realisierung: Welchen Programmiersprachen sind vorgegeben (z.B. Programmiersprache PHP, Datenbank MySQL)?
  • Ausblick: Dient die Erstumsetzung als Grundversion und soll diese erweiterbar sein?

Kurzzusammenfassung

Lastenheft
Ein Lastenheft ist eine grobe Projektbeschreibung mit den Fragestellungen WAS und WOFÜR.
Pflichtenheft
Ein Pflichtenheft ist eine detailierte Projektbeschreibung mit den Fragestellungen WIE.

Zum Abschluss

Interessanter Artikel unter anderem zum Thema Lasten- und Pflichtenheft des Internetworld Magazins „Zusammenarbeit mit Ihrer Shopagentur – Clever Handeln in der Blase

Softwareauswahl: Open Source Software, Individualsoftware oder doch lieber eine Branchenlösung?

Möchte man nicht bei Null anfangen und steht unter Zeitdruck, würde ich von einer Individuallösung abraten. Da diese meist deutlich teurer ist und es sehr gute fertige Online-Shop Software gibt wie z.B. OXID eShop oder weitere wie Sie das t3n-Magazin in
Neun Open-Source-Shopsysteme im Überblick auflistet oder Sie schauen sich bei der Software Marktübersicht SoftGuide nach B2B-Software in der Rubrik Shopsoftware, Shopsysteme und Webshop Software um.

Überblick: Vor- und Nachteile der verschiedenen Softwarearten

Software ist nicht gleich Software. Es gibt viele Dinge worauf man beim Erwerb einer Software oder Beauftragung eines IT-Dienstleister achten sollte.

Fuer einen Online Shop kommen 3 Softwarearten in Frage:

  1. Open Source Software
  2. Individualsoftware
  3. Branchenlösung

Alle 3 Arten haben Ihre Vor- und Nachteile.

Open Source Software

Open Source Software ist kostenlos und der Quellcode ist für jeden offen zugänglich.

Vorteile

  • Keine Softwarekosten
  • Viele IT-Dienstleister, man ist nicht von einem Anbieter abhängig

Nachteile

  • IT-Dienstleister für die Einrichtung und Anpassung (Funktionalität, Design) notwendig
  • Quellcode frei verfügbar, entdeckte Schwachstellen können leicht ausgenutzt werden – dadurch sollte man die Software regelmäßig updaten (wiederkehrende Kosten)

Individualsoftware

Individualsoftware ist besonders empfehlenswert, wenn Standardprodukte die eigenen Anforderungen an einem Online Shop nicht abdecken z.B. Produktkonfigurator.

Vorteile

  • Software individuell auf die eigenen Bedürfnisse zugeschnitten evtl. entsteht dadurch ein umsatzförderndes Alleinstellungsmerkmal
  • Unnötige Features die sich z.B. Nachteilig auf die Performance auswirken können entfallen oder man bezahlt nur den Funktionsumfang den man wirklich benötigt

Nachteile

  • Es kann eine Abhängigkeit zum IT-Dienstleister entstehen
  • Hohe Anfangsinvestionskosten

Branchenlösung

Branchenlösungen oder auch kommerzielle Software genannt kostet Geld in Form von Lizenzen und dahinter steht ein Unternehmen, welches die Software entwickelt hat.

Vorteile

  • Software bildet meist die Standardfunktionen bereits ab und Erweiterungen der Software sind häufig nicht notwendig
  • Software wird von einem Unternehmen weiter entwickelt und erfüllt meist höhere Qualitätsmerkmale

Nachteile

  • Es fallen Lizenzkosten je nach Lizenzmodell an
  • Abhängigkeit zu einem Anbieter

Fazit

Grundsätzlich gibt es bei den Lizenzformen auch Mischmodelle. OXID eShop bietet z.B. eine Open Source Variante der Software (Community Edition) an und zwei Lizenzkostenpflichtige Modelle Premium Edition und Enterprise Edition an. Meine Erklärung des OXID eShop Universiums findet man hier.

Marketing: Woher kommen die Besucher?

Soll Ihre Webseite später Ihren Hauptabsatz ausmachen, stehen Sie nach der Entscheidung für eine Online-Shop Software vor dem größten Problem vor dem jeder Online-Shop zu Beginn steht: Woher kommen die Besucher?

Dort gibt es mehrere Lösungsansätze am gesündestens ist natürlich ein Marketing-Mix. Welcher auf unterschiedlichen Kanäle wie z.B. Google Adwords, Newsletter, eigener Blog zum Shopthema, Flyer, Visitenkarten, Kataloge und zahlreiche andere Möglichkeiten um Besucher Ihres Online-Shops wirbt, später hoffentlich Kunden.

Geschäftsabläufe: Wer verschickt die Ware?

Was viele gerne vergessen ist was im Hintergrund eines Online-Shops für Geschäftsabläufe auftauchen. Sie müssen sich z.B. Gedanken über die Abwicklung eines Bestellvorganges machen, angebotenen Zahlungsarten, zeitnahe Bestellbearbeitung, Verpackung, schnelle Lieferung, Rücknahme eines Artikels, Zahlungsausfall, usw. wie Sie sehen gilt es dort einiges zu beachten.

Dynamisches Umfeld: Auf dem Laufenden bleiben

Eine Webseite, dieses gilt besonders für einen Online-Shop unterliegt ständiger Weiterentwicklung – da sich die Besucher (Benutzer) meist ganz anders verhalten als dies gewünscht oder beabsichtigt ist. Dies bedeutet eine ständige Auswertung statistischer Werte der Benutzerführung, aus dieser gilt es Rückschlüsse für die Weiterentwicklung zu ziehen.

Sowie Einsteiger und alte Hasen ist es wichtig auf dem Laufenden in der E-Commerce Welt zubleiben. Als Einsteiger sollte man sich vorallem mit den Grundlagen von E-Commerce befassen. Darüber hinaus gibt es gute Anlaufstellen im Netz die über aktuelle Geschehnisse berichten.

Gute Anlaufstellen sind meiner Meinung nach